Chronik
1930
Zwanzig Jahre nach seiner Gründung kommt der Verein in Besitz einer Fahne. Die Weihe erfolgt am 27. Juli, verbunden mit dem Gauabteilungsturnen. Als Pate fungierte der Turnverein Mittelberg. Ein farbenprächtiger Fahnenwald gruppierte sich um den Festaltar. 400 Teilnehmer aus 42 Vereinen nehmen am Turnfest teil.
1932
Eine neue Vereinssatzung wird eingeführt. Ebenso wird eine Satzungserweiterung mit folgendem Wortlaut vorgenommen: „Bei verstorbenem Mitglied ehrt der Verein durch Teilnahme einer Deputation mit Fahne beim Begräbnis.“ Dieser Satz besitzt noch heute Gültigkeit. Der Verein übernimmt die Durchführung des 4. Schwimmens des Turnkreises Allgäu/Südschwaben.
1933
Im Gasthaus Bären findet eine außerordentliche Generalversammlung statt.Grund: Gleichschaltung des Vereins bzw. Eingliederung in den Reichsbund für Leibeserziehung.Vereinsführer wird Ing. Hans Riefler. Unter Aufwendung erheblicher Mittel werden verschiedene Entwürfe ausgearbeitet, aus welchem sich dann endgültig ein baureifes Turnhallenprojekt ergibt. Dies war jedoch zum Scheitern verurteilt, da es nicht die Zustimmung der zuständigen Stellen fand.
1934
Reichsschwimmwoche am 17. Juni im Badesee. Dem Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen, dass der Jahresbeitrag auf 3,50 Mark erhöht wurde. Der Leiter der Fußballabteilung, Turnbruder Gruber, erwähnte in seinem Bericht, dass 33 Spiele durchgeführt wurden, davon 15 gewonnen, 5 unentschieden und 13 verloren.
1937
Beschreibt Schriftwart Josef Oppl die Vereinssituation so „ 3 Jahre sind wir nun heimatlos und wie lange wird es noch dauern, bis wir zu einem Turnerheim kommen? Es muß zur Tat werden, wenn wir lebensfähig bleiben wollen“Josef Singer wird neuer Vereinsführer.
1938
Der Name „Turnverein“ erlischt, denn der Verein wird dem Reichssportverband – Abteilung Leichtathletik angegliedert.
1939
Wie aus einem Sitzungsbericht der Marktgemeinde vom 5. April zu entnehmen ist, heißt es darin:„Einem dringenden Bedürfnis soll in diesem Jahr noch durch Erbau einer Turnhalle abgeholfen werden“. Am 16. Mai desselben Jahres ist zu entnehmen: „Mit dem Erdaushub wurde bereits begonnen, doch es herrscht großer Mangel an Arbeitskräften.“ Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 76.000 Reichsmark. Bürgermeister Hans Hailer legt den Grundstein; der Ausbruch des zweiten Weltkrieges hat jedoch ein Bauverbot zur Folge.