Chronik

1990

mit der neuen Halle kommen neue Mitglieder und auch eine neue Sportart hält Einzug beim TV. Der Jugend wird Basketball geboten, für Erwachsene kommen die Aerobicdamen und eine Hobbyvolleyball-Gruppe ins Sportangebot. Sissi Greis und Kathrin Kieferle, kehren von vielen Leichtathletik-Veranstaltungen mit Meistertiteln und hervorragenden Ergebnissen heim. Mit Gerhard Gruber, der schon im ersten Wettkampfjahr einen zwölf Jahre alten Allgäuer Rekord einstellt, beginnt für die Nesselwanger Leichtathletik eine neue Ära. Turner der Deutschen National-Mannschaft und der Turngemeinschaft Allgäu zeigen in der voll besetzten Alpspitzhalle ihr Können. Der Verein feiert sein 80jähriges Gründungsfest. Jede Abteilung, ob Bambinis oder Senioren, versetzten im Showteil die Zuschauer in Erstaunen. Ehrungen gibt es für langjährige Mitglieder und verdienstvolle Mitarbeiter vom Verein und Verbänden.


1991

Der Verein begrüßt sein 700. Mitglied. Die Eisstockschützen stellen mangels Wettkämpfer ihren Sportbetrieb ein, die Abteilung wird aufgelöst. In Zusammenarbeit, Gemeinde, Fußballverein und Turnverein, wird das Gebäude der Freizeit- und Sportanlage erweitert.


1992

drei Ehrenmitglieder – Georg Straub, Robert Dinser sen. und Hans Martin begleiten wir in diesem Jahr zur letzten Ruhestätte. Georg Straub war Gründungsmitglied der Eisstockschützen, 16 Jahre Abteilungsleiter und bis zur Auflösung der Abteilung, Kassier. Robert Dinser sen. hielt dem Verein 60 Jahre die Treue und gehörte ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der Eisstockabteilung. Hans Martin war über Jahrzehnte Übungsleiter, Kassier, Beisitzer, Mitglied der Fahnenabordnung, außerdem war er mit seiner Frau Herta der erste Hausmeister der 1953 eingeweihten Turnhalle. Sport wird in allen Abteilungen groß geschrieben. 30 Übungsleiter sind an vier Tagen in der Woche rund 26 Stunden im Einsatz. Kathi Straubinger übernimmt von Lore Sommer die Leitung der Abteilung Turnen. Von den drei Leichtathleten, Gerhard Gruber, Matthias Adolf und Martin Hägele, werden 13 Schüler Bestentitel, drei Allgäuer Meister gewonnen und 12 neue Allgäuer Rekorde aufgestellt.


1993

die Sternstunde der Nesselwanger Leichtathletik. Nachdem er die Schwäbischen und Bayerischen Meisterschaften mit großem Punktevorsprung gewinnt, geht für einen jungen Mann ein Traum in Erfüllung; Gerhard Gruber wird in Bad Oyenhausen, „Deutscher Schüler Meister“ im Block Sprint/Sprung mit 82 Punkten Vorsprung ( 75 m Lauf, 80 m Hürden, Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf ). 22 Meistertitel zählt Abteilungsleiterin Rosmarie Waibel am Ende der Saison. Die Basketballmannschaft nimmt an einem Jugendturnier in Göteborg/Schweden teil. Fitness und Rückenschulung werden ins Turnangebot aufgenommen und die Volleyballer nehmen erstmals an der Deutschen Meisterschaft im Wintervierkampf in Blaichach teil. Das Sportfest der 7 Vereine wird wiederum erst im dritten Anlauf durchgeführt werden. Jon French übernimmt von Rudi Hoffmann das „Donnerstagsturnen“, von nun an Fitness-Gruppe genannt.


1994

mit den IBL-Mehrkampf-Meisterschaften (Internationale Bodensee Leichtathletik) führt der Turnverein erstmals eine internationale Schüler-Sportveranstaltung durch. Matthias Adolf wird hervorragender Deutscher Vizemeister im Block Sprint/Sprung in der Klasse M14 und Gerhard Gruber Dritter in der Klasse M15. Er steht damit zum zweiten Mal an der Spitze der Deutschen Bestenliste. Die Entfernungen zu Sportveranstaltungen werden immer weiter, die Vorstandschaft fasst den Entschluss ein neues Fahrzeug zu kaufen. Viele Nesselwanger Firmen erklären sich bereit das Projekt zu unterstützen. Ihnen ein herzliches Dankeschön.


1995

Die 800 Mitglieder-Marke wird überschritten. Der Verein wird für seine hervorragende Schüler- und Jugendarbeit mit dem Jugendwimpel des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes ausgezeichnet. Der 15jährige Matthias Adolf verbessert im Weitsprung mit 6,64 m den 22 Jahre alten Schwäbischen Rekord. Gerhard Gruber schafft den Sprung in den Nachwuchskader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Große Sorge bereitet den Verantwortlichen des Vereins eine Fahnenabordnung auf die Beine zu stellen. Das Turnen für die Buben muss eingestellt werden, weil trotz intensiver Suche kein Übungsleiter gefunden wird. 85 Jahre hat der Verein nun auf dem Buckel; dies ist Grund genug wiederum verdiente Mitarbeiter und langjährige Mitglieder zu ehren.


1996

Der Deutsche Turnerbund führt in Zusammenarbeit mit dem Turnuntergau Ostallgäu und dem TV in Nesselwang einen Senioren-Lehrgang durch. DTB-Forum 50 wird mit 61 Teilnehmern hervorragend besucht. Für hervorragende Verdienste im Sport wird Kurt Zocher mit der Ehrenurkunde des Bezirkes Schwaben ausgezeichnet. Nesselwangs erster Bürgermeister Oswald Kainz geht in den Ruhestand. Die Aerobic–Damen verabschieden ihn mit einer ausgezeichnet dargebotenen Step-Vorführung, die das anwesende Publikum mit viel Beifall bedachte. Im Basketball übernimmt Humberto Rafael das Amt des Abteilungsleiters und des Trainers.


1997

Viele freiwillige Helfer sind notwendig, um die Deutsche Meisterschaft im Winter-vierkampf durchzuführen. Die Volleyballwettbewerbe finden in Sonthofen und Nesselwang statt, der Riesentorlauf und der Langlauf im benachbarten Nesselwängle und das Schwimmen im Nesselwanger Hallenbad. Fast 400 Wettkämpfer stellen sich dem Starter. Skiklub, Wasserwacht, Schwimmverein Pfronten, das Verkehrsamt und die TVN-Helfer sorgen für eine gelungene Veranstaltung und einen reibungslosen Ablauf.


1998

mit den Allgäuer A-Schüler Einzel Meisterschaften wird die vorläufig letzte Leichtathletik-Veranstaltung durchgeführt. Unzumutbare Zustände auf dem Sportplatz machen es unmöglich ein gezieltes Training durchzuführen, so dass auch der Trainings-betrieb der Leichtathleten eingestellt wird. Der Turnverein-Nikolaus verliert einen seiner wichtigen Helfer. Inge Zorn geht in den Ruhestand.


1999

Ein ereignisreiches Jahr für den TVN. Erster Vorsitzender Kurt Zocher legt nach 19 Jahren sein Amt nieder, ebenso der zweite Vorsitzende Manfred Albrecht, sowie Sportwartin Rosmarie Waibel, die Beisitzer Dieter Riefler und Wolfgang von Wyschetzki. In drei Ausschusssitzungen wird kein Nachfolger für den ersten Vorsitzenden gefunden werden. Maximilian Heel stellt sich für den Posten als zweiter Vorsitzender zur Verfügung und leitet die Geschäfte des Vereins bis ein Nachfolger gefunden wird. Erst zwei Monate später erklärt sich der Pfrontner Robert Gaiser in einer außerordentlichen Hauptversammlung bereit das Amt als erster Vorsitzender zu übernehmen. Gerhard Gruber wird Allgäuer Meister über 100 m bei den Männern und im Weitsprung. Nach zehn überaus erfolgreichen Leichtathletikjahren hört Gerhard aus beruflichen Gründen auf. Als neue Sportart wird jetzt im Turnverein auch Badminton gespielt. Abschied für immer nimmt der Verein von „Winfried Straubinger“. Mehr als drei Jahrzehnte stellte er seine Freizeit in den Dienst der Gemeinschaft. Als aktiver Sportler, Schriftführer, Abteilungsleiter der Eisstockschützen, als Kassenprüfer und als Fahnenbegleiter. Ebenfalls Helmuth Heller – Gründer der Altherrenriege.